Erdsonden-Wärmepumpe

Geothermie: Erdsonden-Wärmepumpen für Gebäudeheizung und Warmwasser – Wärme unserer Erde!

Eine geniale Idee: Wasser oder eine Sole wird durch ein Rohrsystem in die Erde gepumpt. Dabei erwärmt sich die Flüssigkeit. Eine Wärmepumpe nimmt die Energie auf und erhöht unter Druck die Temperatur noch weiter. Die dadurch erzeugte Wärme wird über einen zweiten Wärmetauscher an eine „Heizflüssigkeit“ abgegeben, die das Haus erwärmt.

Mit einer Erdsonden-Wärmepumpe nutzen Sie die oberflächennahe Erdwärme. Wie tief die Erdsonden gebohrt werden müssen, hängt vom Grundwasserspiegel ab. Je höher der Grundwasserspiegel, desto höher die Effizienz, denn das Wasser transportiert immer wieder Wärme nach. Die Bohrung wird 50 bis 150 Meter tief senkrecht in die Erde getrieben. Wasser oder Sole werden durch ein U-förmiges Rohrleitungssystem gepumpt. Dabei erwärmt sich die Flüssigkeit auf 8 bis 12 °C. Am Ende der Heizperiode erreicht man oft „nur“ 0 °C, doch selbst diese geringe Temperatur reicht aus, um genügend Heizwärme zu erzeugen!

Über einen Wärmetauscher wird die Wärme der zurückgepumpten Flüssigkeit an ein schnell verdampfendes Kältemittel abgegeben. Durch Verdichtung verdampft das Kältemittel. Dabei erhöht die Wärmepumpe die gewonnene Wärme und überträgt sie über einen zweiten Wärmetauscher an den Warmwasserspeicher der Heizungsanlage. Dabei kühlt sich das Kältemittel ab und kondensiert. Danach beginnt der Prozess von neuem.

Das Prinzip der elektrischen Wärmepumpe entspricht der Technik, die wir in unseren Kühlschränken verwenden. Im Kühlschrank entzieht die Wärmepumpe den Lebensmitteln die Wärme. Anschließend wird die Wärme nach außen transportiert und über die Gitterstäbe an der Rückwand an die Umwelt abgegeben.

Mit erdgekoppelten Wärmepumpen lässt sich maximal eine Temperatur von 50 °C erzeugen. Im Jahresdurchschnitt sind es sogar nur 35 °C. Dabei gilt: Je niedriger die für Ihr Heizsystem notwendige Vorlauftemperatur ist, desto weniger Strom muss für den Betrieb der Wärmepumpe aufgebracht werden die Anlage wird somit rentabler. Ältere und somit entsprechend klein dimensionierte Heizkörper sind für solch niedrige Vorlauftemperaturen nicht geeignet, weshalb wir empfehlen, geothermische Verfahren nur in Kombination mit Fußbodenheizung zu nutzen.

Als Faustregel gilt: Die gewonnene Nutzwärme besteht zu drei Vierteln aus Erdwärme und zu einem Viertel aus Strom. Bemerkenswert ist: Selbst im Winter, wenn der Erdboden stark ausgekühlt ist, arbeiten die Anlagen noch wirtschaftlich!

Ziehen Sie Ihre Energie aus unserer Erfahrung.